Hochschulen schließen Ziel- und Leistungsvereinbarungen mit dem Land

3. Februar 2012 | Von PF | Kategorie: Fachhochschule, Universität

 

Uni-Rektorin Prof. Dr. Ursula Nelles (links) und FH-Präsidentin Prof. Dr. Ute von Lojewski überraschten Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (rechts) während des Abschlusses der Ziel- und Leistungsvereinbarungen mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung, ein gemeinsames Graduiertenkolleg einzurichten. - Foto FH Münster/Peter Grewer

In das Alltagsgeschäft der Hochschulen einmischen wolle sie sich nicht. Den Ziel- und Leistungsvereinbarungen, die gestern Wissenschaftsministerin Svenja Schulze mit vier Hochschulen – darunter die Fachhochschule Münster – unterzeichnete, komme eher eine Steuerungsfunktion zu. “Wir schaffen damit die notwendige Balance zwischen Hochschulautonomie, Transparenz bei der Verwendung staatlicher Mittel und den wissenschafts- und forschungspolitischen Gesamtinteressen des Landes”, so die Ministerin während der Unterzeichnung im Festsaal der Universität. Der Fachhochschule Münster attestierte sie, eine der leistungsstärksten und ambitioniertesten Hochschulen im Land zu sein.

FH-Präsidentin Prof. Dr. Ute von Lojewski bezeichnete zwei Punkte aus der vierten Auflage der Zielvereinbarung mit dem Land als besonders bedeutend. “Die Tatsache, dass die FH Münster jüngst als erste Fachhochschule bundesweit systemakkreditiert wurde und nun die Qualität ihrer Studiengänge eigenständig ohne externe Begutachtung sichert, stellt die Hochschule vor hohe Qualitätsanforderungen”, so von Lojewski. Diese konsequent weiterzuverfolgen zu können, sei durch die Zielvereinbarung gewährleistet.

Als wichtiges Anliegen bezeichnete von Lojewski, den Master-Absolventen der Fachhochschule Münster eine Promotion zu ermöglichen. Gemeinsam mit Uni-Rektorin Prof. Dr. Ursula Nelles überraschte sie die Ministerin mit dem Vorhaben, ein Graduiertenkolleg zum Thema “Fotoaktive Materialien” einzurichten. “Diese interdisziplinäre und Institutionen übergreifende Initiative sehen wir als weitere Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen beiden Hochschulen”, so Nelles. Derzeit werde eine Kooperationsvereinbarung zwischen WWU und FH erarbeitet, die die Grundlage der gemeinsamen Doktorandenausbildung sein wird. Ministerin Schule freute sich über “diesen schönen Zusatz zur Ziel- und Leistungsvereinbarung”, hatte sie doch am Vortag erst den Startschuss für das neue Förderprogramm für kooperative Promotionen beider Hochschultypen gegeben.

Schlagworte: Fachhochschule, Leistungsvereinbarungen, Münster, Prof. Dr. Ute von Lojewski, Universität, WWU

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