Wieder steigende Unfallzahlen in Münster

8. Februar 2010 | Von Till Leckebusch | Kategorie: Polizei

Udo Weiss, Hubert Wimber, Alfons Probst - Foto Till Leckebusch

Heute hat Polizeipräsident Hubert Wimber den Fachbericht zur Verkehrsunfallentwicklung in der Stadt Münster für das Jahr 2009 vorgestellt. Unterstützt wurde er dabei vom Leitenden Polizeidirektor Udo Weiss und dem Pressesprecher Alfons Probst.

Die Entwicklung der Unfallzahlen war nicht zufriedenstellend, so Wimber. Mit insgesamt 9.661 Unfällen in Münster gab es im Jahr 2009 über 250 Unfälle mehr als im Jahr 2008.

Die Verkehrsunfälle mit Personenschäden stiegen nur leicht um 42 auf 1.297. Tödlich verliefen fünf Unfälle, drei Radfahrer und zwei Fußgänger. Besonders der Anteil der Radfahrer macht in Münster der Polizei Kopfschmerzen. Mit 648 Unfällen, bei denen Radfahrer beteiligt waren, ist ihr Anteil mit weitem Abstand der größte Batzen in der Unfallstatistik. Die nächste Gruppe, die Autofahrer, folgen dann mit 392 Unfallbeteiligungen.

Schaut man bei den Radfahrern auf die Unfallursachen, die zu den Unfällen geführt haben, so steht an oberster Stelle der Alkoholkonsum, dann die Benutzung der falschen Fahrbahn und gefolgt vom Nichtbeachten der Vorfahrt. Auffällig war, dass die Unfallzahlen immer dann stiegen, wenn die Polizei ihre Kontrollaktionen nicht intensiv durchführten. Erst wenn sie wieder repressiv gegen Verkehrssünder vorging, sank auch die Anzahl der Unfälle.

Die Polizei handelte im Jahr 2009 aber auch präventiv. So wurden 400 “Aufklärungsveranstaltungen” durchgeführt, bei denen ca 18.000 Personen anwesend waren.

Schlagworte: Polizei, Radfahrer, Tote, Unfälle, Verletzte

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