Uferbau um Haus Rüschhaus wird verbessert

11. August 2011 | Von PB | Kategorie: Münster

Die Bezirksregierung Münster hat weitere 50.000 Euro aus dem Denkmalförderungsprogramm 2011 für die Sanierung von Haus Rüschhaus bewilligt. Mit dem Geld wird die Gräftenanlage des Objekts ausgebessert. Auch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt unterstützt das Vorhaben.

Die geänderte hydrologische Situation macht es schwer, die Anlage in ihrem historischen Zustand zu erhalten. Es wird vermutet, dass früher der Gievenbach durch den Wassergraben floss. Dieser wurde später allerdings umgeleitet, sodass es zu stark schwankenden Wasserständen kommt. Deshalb sind die Anforderungen an den Uferverbau hoch. In der Vergangenheit verwendete man hierfür meist Tropenhölzer, da heimische Hölzer sehr anfällig sind. In Haus Rüschhaus wird das Ufer aber aus Umweltschutzgründen mit einer Stahl-Holz-Konstruktion instand gesetzt, die fest im Boden verankert ist. Die eingesetzten Bohlen aus Eichenholz können dann je nach Bedarf kostengünstig ausgetauscht werden. Die Bezirksregierung hatte das Projekt bereits 2010 mit 50.000 Euro unterstützt.

Haus Rüschhaus wurde 1743 vom Barockbaumeister Johann Conrad Schlaun, der in Münster etwa das Schloss und den Erbdrostenhof gestaltete, gekauft. Er baute das Anwesen zu einem Gräftenhof mit Bauernhaus und Wassergraben um. Ab 1826 lebte Annette von Droste-Hülshoff 20 Jahre mit ihrer Familie in Haus Rüschhaus. Hier entstanden einige ihrer bekanntesten Gedichte. Heute gilt es wegen des besonderen Zusammenspiels zwischen Gartenkunst und Architektur als ein bedeutendes Denkmal der Barockzeit.

Schlagworte: Denkmal, Denkmalschutz, Gievenbach, Gievenbeck, Haus Rüschhaus, Münster

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