Stiftung Fotogrammetrie, Fernerkundung und Geoinformation gegründet

29. Dezember 2011 | Von PB | Kategorie: Münster

 

Stiftung für Geoinformationswissenschaften gegründet: Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke (l) überreicht Urkunde an Dr. Klaus-Ulrich Komp - Foto Bezirksregierung

Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke überreichte heute (29.12.2011) Dr. Klaus-Ulrich Komp die Anerkennungsurkunde für die Stiftung Fotogrammetrie, Fernerkundung und Geoinformation. Die Stiftung hat ihren Sitz in Münster. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, junge Studenten und Studentinnen an Fachhochschulen und Universitäten zu fördern, die in dem weiten Bereich der Geoinformationswissenschaften einen Beruf anstreben.

“Gerade für Berufseinsteiger bietet Ihr Engagement eine gute zusätzliche Grundlage, um auf dem Arbeitsmarkt bestehen zu können”, sagte der Regierungspräsident bei Aushändigung der Urkunde. “Die umfassende Ausbildung wird helfen, Technik und Wissenschaft der Geoinformationswirtschaft langfristig zu stärken.”

Der junge Nachwuchs soll durch Veranstaltungen, Vorträge und Arbeitskreise unterstützt werden, um sich als Fachkräfte zu qualifizieren. Nachwuchsförderpreise werden ausgelobt, die junge Menschen anspornen und ihnen ein Zeugnis für gute Leistung geben können. Außerdem werden die Stifter die wissenschaftlichen und technischen Ausbildungsstätten anregen, die Ausbildung weiter zu fördern.

Nutznießer des Engagements der Stifter sind insbesondere diejenigen, die als Geografen, Landschaftsökologen, Raumplaner, Geoinformatiker oder Vermessungsingenieure mit dem Schwerpunkt Navigation, Fernerkundung und Fotogrammetrie in das Berufsleben starten wollen. Auch Absolventen des im Jahr 2010 neu eingeführten Ausbildungsberufs Geomatiker gehören zur Zielgruppe der Zukunftsberufe, deren nachhaltige Förderung Aufgabe der Stiftung ist.

Die Geoinformationswirtschaft mit den traditionellen Bereichen der Fotogrammetrie und Fernerkundung ist seit Beginn des 21. Jahrhunderts im Aufbruch. Damit dieser Entwicklung qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung stehen, sehen die Stifter das dringende Erfordernis, den technischen und wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern und hoffen auf eine langfristige Verlässlichkeit auf diesem Gebiet.

Das Anfangsvermögen der Stiftung beträgt 51.000 Euro und muss in vollem Umfang erhalten bleiben. Das Grundvermögen kann durch Zustiftungen des Stifters oder durch Zuwendungen Dritter erhöht werden.

Fotogrammetrie:

Die Fotogrammetrie hat im 19. und 20. Jahrhundert die 3D-Vermessung aus Luftbildern entwickelt und beispielsweise die Vermessung der Erde mit dem Ziel, Karten zu erstellen, vorangetrieben. Heute werden fotogrammetrische Methoden unter anderem in der Messtechnik, Industrie, Medizin und Unfallforschung angewandt. Sie dienen deshalb auch der Gesundheit und Sicherheit der Menschen.

Fernerkundung:

Messaufnahmen aus Flugzeugen und Satelliten führten in den vergangenen 50 Jahren dazu, die Erde weiter zu erforschen. Die Fernerkundung dient heute nicht nur dazu, regional und global die Umwelt zu beobachten, Katastrophenmanagement zu betreiben und Ernteerträge abzuschätzen. Sie wird auch weltweit eingesetzt, um Abrüstungsverpflichtungen zu überwachen.

Schlagworte: Bezirksregierung, Dr. Klaus-Ulrich Komp, Fernerkundung, Fotogrammetrie, Geoinformation, Münster, Prof. Dr. Reinhard Klenke, Regierungspräsident, Stiftung

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