Preisgekrönte Tierfotografin Britta Jaschinski in Münster

11. Januar 2016 | Von | Kategorie: Kultur, Münster, Tierisches, Veranstaltungen
Britta Jaschinski

Britta Jaschinski

Die in London lebende Fotografin Britta Jaschinski hat sich mit ihren ungewöhnlichen Schwarzweißbildern einen Namen gemacht. Die gebürtige Bremerin gehört zu den besten Tierfotografen weltweit. Das Besondere: Im Unterschied zu vielen anderen Fotografen fotografiert sie nach wie vor mit einer über 20 Jahre alten analogen Spiegelreflexkamera. Jaschinski möchte dem ursprünglichen Handwerk der Fotografie nah bleiben und verzichtet daher bewusst auf Digitalkameras und das digitale Bearbeiten der Fotos.

Ihr Bild „Katzen mit gebrochenem Willen“ ist das Siegerfoto im diesjährigen „Wildlife Photographer of the Year“ in der Kategorie „Naturfotojournalist des Jahres: Einzelfoto“. Britta Jaschinski hat in ihrer Geburtsstadt Bremen das Fotografieren gelernt, in London, wo sie heute lebt, studierte sie Fotokunst. Seitdem ist sie mit zahlreichen Fotopreisen ausgezeichnet worden. Sie erhielt unter anderem den Internationalen Preis für jungen Fotojournalismus von Agfa, eine Nomination für den European Photography Award und eine Ehrung bei der Verleihung des Oskar Barnack Preises. 2010 gewann sie als erste Frau den Titel „Europäischer Naturfotograf des Jahres“.

Katzen mit gebrochenem Willen - Foto Britta Jaschinski

Katzen mit gebrochenem Willen – Foto Britta Jaschinski

Am Dienstag, 12. Januar, um 19 Uhr, ist Britta Jaschinski zu Gast im Westfälischen Pferdemuseum. Ihre kunstvollen Fotos thematisieren den vielerorts unwürdigen Umgang des Menschen mit der Kreatur Tier etwa im Zirkus oder der Nutzung von Tieren für die Herstellung zweifelhafter Medikamente. Jaschinski geht es um die Inszenierung der Tiere als stolze, faszinierende und einzigartige Lebewesen und nicht um die Darstellung einer paradiesischen Tierwelt. „Ich will uns Menschen vor Augen halten, dass wir die Schönheit der Natur beschützen müssen – vor uns selbst“, erklärt die Künstlerin ihre Arbeit. Ihr Vortrag dokumentiert mit einfühlsamen Bildern Tierschicksale in Menschenobhut und ist zugleich eine Hommage an die Großartigkeit von Tieren.

Die Veranstaltung findet anlässlich der aktuellen Sonderausstellung „Wildlife Photographer of the Year“ des Westfälischen Pferdemuseums statt und wird in Kooperation mit der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen organisiert.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt beträgt 5,- Euro. Im Vorfeld des Vortrags, ab 18 Uhr, besteht die Möglichkeit, die Ausstellung „Wildlife Photographer of the Year“ zu besuchen.

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