AZKM wird zur Kunsthalle Münster

7. Februar 2012 | Von __ | Kategorie: Kultur, Münster

 

Wenn am 12.02.2012 die von der internationalen Presse gelobte Ausstellung “Veronica Janssens” zu Ende geht, verabschiedet sich die Ausstellungshalle zeitgenössische Kunst Münster (AZKM) von ihrem Namen. Seit der Eröffnung der AZKM in der fünften Etage des Speichers II (am 27.06.2004) verantwortete die Leiterin der städtischen Institution Dr. Gail B. Kirkpatrick ein Ausstellungsprogramm mit “Kunsthallenniveau”, wie die Kulturdezernentin der Stadt Münster Dr. Andrea Hanke betont. Am 19.10.2011 des vergangenen Jahres beschlossen die politischen Gremien der Stadt Münster die Namensänderung.

Wenn am 02.03.2012 die nächste Ausstellung “about:blank” eröffnet, wird der neue Name, Kunsthalle Münster, erstmals benutzt. Am Konzept ändere sich nichts, sagt die Kunsthallenchefin. Von 1991 bis zum Umzug in den Speicher II war die städtische Ausstellungshalle in einem ehemaligen Kühlhaus am Hawerkamp untergebracht. Wechselausstellungen im internationalen Dialog, Kooperationen mit internationalen Museen, Kunsthäusern und Galerien wie der Blaffer Gallery of the University of Houston, dem Camden Arts Centre in London, dem Bonnefantenmuseum in Maastricht, der Pinakothek der Moderne oder dem Migrosmuseum für Gegenwartskunst Zürich gehören ebenso zur Geschichte der städtischen Institution, wie die erfolgreiche Zusammenarbeit mit einem aktiven Freundeskreis, der sich nun auch umbenennen will, und die Einbindung von Gastkuratoren.

In den vergangenen Jahren ist es immer wieder gelungen, bekannte Künstler wie Monika Baer, Phil Collins, Christine & Irene Hohenbüchler, Josephine Meckseper, Laura Owens, Ugo Rondinone, Markus Schinwald, Joëlle Tuerlinckx und Willem Oorebeek in Münster zu zeigen. 2006 wurde die Ausstellung “Monika Baer: Malerei und Arbeiten auf Papier (1992 – 2005)” in die Liste der zehn weltweit besten Ausstellungen aufgenommen, die alljährlich vom ART FORUM INTERNATIONAL veröffentlicht wird. 2010 wurde die Ausstellung “Krieg / Individuum” von der Neuen Zürcher Zeitung rezensiert und hervorgehoben, kürzlich ebenso die Ausstellung mit Ann Veronica Janssen, die am 12.02.2012 zu Ende geht. Im Juni zeigt die Kunsthalle eine Ausstellung mit Olaf Nicolai. “Das waren für uns Gründe genug, die Ausstellungshalle mit dieser Namensänderung dem Profil entsprechend zu benennen”, sagt Dr. Andrea Hanke.

Die Kunsthalle Münster will, wie vorher die AZKM, ein Produktionsort und Laboratorium sein, an dem Künstler risikoreich und experimentell arbeiten können. Zentraler Programmpunkt bleibt die Präsentation und Diskussion aktueller Tendenzen zeitgenössischer Kunst. Auch die Kunsthalle wird in ihrem Ausstellungsprogramm der ganzen Bandbreite und Vielfalt aktueller bildender Kunst auf internationalem Niveau verpflichtet sein. Wichtiger Teil ihrer kuratorischen Arbeit sei, so Kirkpatrick, der aufmerksame Blick auf die Kunstszene in Münster und die Förderung der Kunstszene in NRW.

Schlagworte: AZKM, Dr. Gail B. Kirkpatrick, Kunsthalle Münster, Münster, Speicher II

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